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Die Vorzeichen der Nachholpartie des 12. Spieltags in der easyCredit BBL am Mittwochabend waren vielversprechend. In der Stierkampfarena lag ein Hauch von Revanche für das verlorene Pokalfinale in der Luft, doch viel wichtiger als der Blick in die Vergangenheit war der Fokus auf die fünf verbleibenden Begegnungen im Rennen um die letzten Playoff-Plätze. Gegen ALBA BERLIN wollten die HAKRO Merlins den vierten Sieg in Serie einfahren und damit punktuell auf die BG Göttingen aufschließen. Doch dazu brachte es ein Wunder, wie es Headcoach Sebastian Gleim vorher selbst formulierte. Aber welch großartige Erlebnisse durften die Anhänger der Zauberer in dieser Spielzeit schon im Hexenkessel bejubeln. Dreimal gewann man zuhause gegen einen Tabellenersten, insgesamt elf Siege stehen daheim auf dem Konto. Der Favorit kam dennoch aus der Bundeshauptstadt. Die Albatrosse reisten mit einer Siegesserie von fünf Spielen nach Hohenlohe und machten zuletzt bereits die Endrundenteilnahme perfekt. Die Begegnung mit dem Tabellendritten startete aus Sicht der Gastgeber perfekt, im ersten Viertel konnten sich die Zauberer mit vier Punkten absetzen. Zur Halbzeit erarbeiteten sich die Albatrosse den Ausgleich und konnten sich im weiteren Verlauf einen kleinen Vorsprung herausspielen, der ihnen am Ende den 22. Saisonsieg einbrachte. Die HAKRO Merlins mussten sich dem deutschen Meister und Pokalsieger mit 70:78 geschlagen geben. Topscorer der Partie wurde Terrell Harris mit 19 Punkten.

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Crailsheim, 20.04.2022. Ausgerechnet auf drei überragende Akteure aus dem Pokalfinale mussten die HAKRO Merlins beim BBL-Rückspiel gegen ALBA BERLIN verzichten. Point Guard TJ Shorts fehlte ebenso wie Bogdan Radosavljevic (Herzprobleme) und Elias Lasisi (Zerrung). An der Seitenlinie debütierte Assistant-Coach Marko Stankovic, der den mit Erkältung angeschlagenen Sebastian Gleim vertrat. Der Interimscoach schickte neben dem Topscorer aus dem Bayreuth-Sieg Jaren Lewis auch die beiden Scharfschützen Maurice Stuckey und Terrell Harris, Big Man Richmond Aririguzoh und Point Guard Mike Caffey auf das Hohenloher Parkett. Die Gäste aus Berlin holten sich den Sprungball und gingen nach knapp einer Minuten durch einen Dreipunktetreffer von Jaleen Smith in Führung. Doch auf der Gegenseite traf Caffey erst von Downtown und anschließend per Lay-up zum 5:3. Mit zwei Dreiern von Smith und Maodo Lo zogen die Albatrosse zwischenzeitlich auf sechs Punkte davon, doch Caffey und ‚The Iceman‘ Jon Axel Gudmundsson verkürzten den Abstand von der Freiwurflinie. Die Gäste aus der Bundeshauptstadt waren bemüht, sich früh abzusetzen. Dagegen hatten jedoch die beiden Zauberer Harris und Lewis etwas und hielten die HAKRO Merlins in unmittelbarer Schlagdistanz. Letzterem gelang nach Foul von Oscar da Silva der Ausgleich, bevor Harris die Führung zurückholte. Gudmundsson besiegelte kurz vor Ende des ersten Durchgangs das 27:23-Zwischenergebnis. Was für ein unglaublicher Start in der Stierkampfarena gegen den amtierenden deutschen Meister und Pokalsieger.

Mit der brachialen Unterstützung von den vollen Rängen bauten die Gastgeber zu Beginn des zweiten Viertels durch einen Treffer von Dejan Kovacevic auf sechs Punkte aus. Nach zwei erfolgreichen Angriffen der Berliner ging HAKRO Merlins Coach Stankovic erstmals in die Auszeit. Crailsheims Aririguzoh gelang daraufhin der Ausgleich. Auch wenn sich die Albatrosse immer wieder mit wenigen Punkten davon machten, gelang es den Zauberern, dranzubleiben. Mit zwei Dunks in Folge von ALBA BERLIN und einem weiteren Time-out ging es in die letzten Minuten der erste Halbzeit. Sechs Zähler trennten die HAKRO Merlins vom Tabellendritten, Mike Caffey und Terrell Harris ließen den Rückstand per Korbleger und Freiwurftreffer um wichtige Punkte schmelzen. Dann stand der Hexenkessel an diesem Abend erstmals komplett Kopf, als Käpt’n Fabi Bleck nur Sekunden vor Schluss zum 42:42-Ausgleich traf. Mit diesem Gleichstand gingen die Zauberer nach zwei umkämpften und temporeichen ersten Vierteln in die Kabine.

Direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit fuhren die Crailsheimer Basketballer unter dem eigenen Korb einen Steal, Rich Aririguzoh brachte seine Zauberer daraufhin wieder in Front. Die HAKRO Merlins wirkten zu Beginn des Durchgangs frischer und konzentrierter. Doch dank der starken individuellen Klasse der Albatrosse ließen sie die Hausherren nie weiter als zwei Punkte davonziehen. Berlins Jaleen Smith netzte per Korbleger ein, auf der Gegenseite machte es ihm Zauberer Harris gleich: 50:50. Es entwickelte sich wieder die Rivalität auf Augenhöhe aus den ersten 20 Minuten sowie dem gesamten Pokalfinale. Auch Gästecoach Israel Gonzalez sah sich daraufhin gezwungen, in eine Auszeit zu gehen. Doch zum Ende des dritten Viertels schien das Spielglück zunehmend auf Seiten der Berliner zu fallen. Nachdem die Hausherren erst die Möglichkeit zum Ausgleich liegen ließen, verursachten sie nur kurz darauf einen Ballverlust, sodass sich die Gäste erneut mit sechs Punkten absetzen konnten. Was für ein enorm wichtiger Treffer von Terrell Harris: Der Guard traf mit der Schlusssirene von Downtown zum 57:60.

Mit nur drei Zählern Rückstand ging es für die Zauberer ins finale Viertel. Doch den Anfang machte zunächst Berlins Malte Delow per Lay-up, Hüne Christ Koumadje legte kurz darauf mit einem sehenswerten Dunk nach. Die HAKRO Merlins brauchten insgesamt dreieinhalb Minuten für ihre ersten Zähler im letzten Durchgang, doch dann marschierte Jaren Lewis unbeeindruckt durch die Berliner Kette und netzte das orangene Spielgerät ein. Dennoch schien die Luft bei den Crailsheimern zunehmend raus zu sein, die Energie schwand. Immer wieder schlichen sich Flüchtigkeitsfehler in das Team der HAKRO Merlins ein oder sie ließen wertvolle Chancen vor dem gegnerischen Korb liegen. Moe Stuckey und Jaren Lewis jedoch sorgte von der Dreipunktelinie für das 65:71. Jetzt waren auch die Zauberer in der Crunchtime angekommen. Aber ALBA BERLIN zeigte auch in den entscheidenden Phasen, warum sie Titelverteidiger sind. Die Gastgeber ließen bis zur letzten Sekunde ihr ganzes Herz auf dem Parkett und warfen alles in die Waagschale. Doch auch Terrell Harris‘ später Treffer konnte den 70:78-Endstand in der Stierkampfarena nicht mehr verhindern. Topscorer der Partie wurde dennoch der erneut stark aufspielende Harris mit 19 Zählern auf dem Konto. Auch Mike Caffey (13) und Jaren Lewis (11) punkteten erneut zweistellig.

Das Hauptrundenfinale ist eng gestaffelt für die Crailsheimer Basketballprofis. Alleine in den nächsten anderthalb Wochen müssen die HAKRO Merlins vier Spiele absolvieren. Den Anfang macht am Samstagabend (23.04.2022, 20.30 Uhr) die Auswärtspartie bei den MHP RIESEN Ludwigsburg. Es ist bereits das dritte Aufeinandertreffen, bislang konnten die Zauberer alle beiden Duelle für sich entscheiden.

 

 

Stimme zum Spiel:

Marko Stankovic: „Zuallererst Gratulation an ALBA BERLIN und Coach Gonzalez. Ich denke, wir haben heute mit einer guten Energie gespielt. Das ist sehr wichtig für uns. Wir hatten großartige Unterstützung von unseren Anhängern auf der Tribüne. Aber wir haben das Spiel heute mit den defensiven Rebounds verloren. ALBA hatte 18 offensive Rebounds. Außerdem ermöglichten wir ihnen teilweise sehr einfach Punkte im Fastbreak. In der zweiten Hälfte hatten wir Probleme, in einen offensiven Rhythmus zu kommen. Dadurch konnten wir unseren Gameplan nicht umsetzen. Am Ende haben wenige Punkte über Sieg und Niederlage entschieden.“

Punkteverteilung

Lewis (11 Pkt/7 Reb/2 Ass/1 Stl/1 Blk), Stuckey (7 Pkt/2 Reb/1 Ass/1 Stl), Harris (19 Pkt/3 Reb/3 Ass/3 Stl), Bleck (6 Pkt/5 Reb/1 Stl/1 Blk), Kindzeka (2 Pkt/1 Reb), D. Kovačević (2 Pkt), Gudmundsson (6 Pkt/3 Reb/1 Stl), Aririguzoh (4 Pkt/3 Reb/2 Ass), Caffey (13 Pkt/4 Reb/6 Ass/1 Stl)

Viertelergebnisse: 27:23 | 15:19 | 15:18 | 13:18

Teamvergleich  

 

HAKRO Merlins

ALBA BERLIN

Rebounds

29

44

Assists

14

25

Turnover

14

17

Wurfquoten

Field Goals

43% (24/56)

44% (30/68)

Dreier

29% (6/21)

25% (8/32)

Freiwürfe

67% (16/24)

83% (10/12)

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