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HAKRO Merlins vor erstem Entscheidungsspiel
Das erste von maximal drei Entscheidungsspielen steht am Mittwochabend für die HAKRO Merlins Crailsheim an. Nach den ersten beiden Playoff-Duellen liegen die Zauberer mit 0:2 in Rückstand, für Kontrahent Gießen bedeutet dies nun den ersten Matchball. Sprungball ist am Mittwochabend um 19:30 Uhr, Sporteurope.TV überträgt die Begegnung wieder live. Tickets sind online erhältlich.

Crailsheim, 12.05.2026. Früher als von den Merlins-Anhängern erhofft geht es bereits um alles. „Do-or-Die“, Siegen oder Playoff-Aus – so die Vorzeichen am Mittwochabend für die Mannschaft von Headcoach David McCray.
„Gießen ist eben auch nicht der typische Siebtplatzierte“ sagte der Merlins-Übungsleiter nach der zweiten Playoff-Niederlage in Mittelhessen. Dabei spielt er einerseits auf die Qualität an, die man zweifelsohne den Gießenern um Benzing, Castlin Kovacevic und Co. attestieren muss. Andererseits die enorme Erfahrung, die im Team des 59-jährigen Frenki Ignjatovic heraussticht. Durchschnittlich ist der Kader 28,8 Jahre alt, ohne die beiden Nachwuchsspieler Kai Müsse und Nejc Tevzic, die bislang kein Teil der Rotation waren, knackt die Mannschaft gar die 30 Jahre. Diese Abgebrühtheit entpuppt sich aktuell als größter Gießener Trumpf.
Und dennoch hoffen, ja erwarten, die Fans der Zauberer, eine Leistungssteigerung ihrer Mannschaft. Denn Fakt ist auch, dass der Tabellensiebte der Hauptrunde es bislang gut versteht, die eigentlichen Stärken der Merlins den Hohenlohern zu nehmen. Da waren beispielsweise die Offensivrebounds – mit knapp 14 pro Spiel dominierte man das offensive Brett in der Hauptrunde. Beim Heimspiel konnte man lediglich neun Offensivrebounds greifen, in Gießen waren es nur sechs. Die aggressive Defense, die in der regulären Saison in neun Steals pro Spiel mündete, erzwang im ersten Playoff-Duell fünf Ballverluste, in Gießen war es lediglich einer. Der größte Unterschied macht sich vor allem in den Wurfquoten bemerkbar: Die Field-Goal-Quote ist um sechs Prozent gesunken, aus dem Zwei-Punkt-Bereich werfen die Merlins gar knapp zehn Prozent schlechter.
„Do or die heißt“ auch, es ist noch nichts vorbei. Wir glauben an uns. Ich glaube an die Jungs und daran, dass wir die Serie noch gewinnen können“, sagte der sportliche Leiter Profis Bogdan Radosavljevic nach dem Auftritt in Hessen. Und so sehr die beiden Playoff-Auftritte bislang über eine sonst so erfolgreiche und dominante Hauptrunde hinwegtäuschen, so viel Wahrheit liegt in der Aussage des ehemaligen Centers. Seit Einführung der ProA-Playoffs im Jahr 2012 wurde zweimal ein 0:2-Serienrückstand gedreht. Beide Male schafften die Oettinger Rockets aus Gotha dieses Kunststück. In der Saison 2015/16 bezwangen die Thüringer die Hamburg Towers im Viertelfinale, im Folgejahr die Niners Chemnitz sogar im Halbfinale. Zuvor schlug man die favorisierten Merlins mit 3:1.
Demnach müssen die Zauberer Historisches erreichen, um einen Halbfinaleinzug zu realisieren. Frei nach dem Motto: „Das nächste Spiel ist das Wichtigste“ liegt zunächst jedoch der Fokus ganz auf Mittwoch. Nur mit einem Sieg gegen Gießen verlängert sich die Serie und geht am Freitag zurück nach Hessen.
Sprungball ist am Mittwochabend um 19:30 Uhr in der Arena Hohenlohe. Tickets sind online erhältlich. Auch Sporteurope.TV überträgt die Partie wieder mit 15 Minuten Vorlauf live.



