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Die Merlins machen am Sonntagabend Werbung für den Basketballsport - und für sich. Vor ausverkaufter Halle gewinnen sie 99:90 gegen Ulm. Die Derbyniederlage schmeckt Gästecoach Leibenath überhaupt nicht.Danny Ulm

Foto: Steffen Förster

Der Crailsheimer Trainer Ingo Enskat sitzt einige Minuten nach dem Derbysieg im Presseraum. Und wartet. Und wartet. Spät kommt der Ulmer Coach Thorsten Leibenath dazu. Dann warten die 13 Besucher der Pressekonferenz gemeinsam. Leibenath muss zuerst seine Gedanken sortieren, bis er sagt: "Crailsheim wollte den Sieg mehr. Die Merlins haben härter, intensiver und besser gespielt als wir. Das akzeptiere ich nicht."

Enskat lobt anschließend zuerst einmal seine zwei neuen Spieler Adam Chubb und Shyron Ely: "Meine Mannschaft hat die zwei innerhalb von nur zwei Tagen integriert. Beide haben sich sofort eingefügt. Wir haben schon sehr gut zusammengespielt." Aber eines kann Enskat nicht erklären: "Ich weiß auch nicht, warum die Spieler nach schönen Punkten immer symbolisch telefoniert haben. Spieler machen manchmal verrückte Sachen."

Hervorragender Einstand

Verrückt muss vielen der mehr als 2500 Zuschauer auch der Spielverlauf vorgekommen sein. Das 7:5 nach drei Minuten ist für viele noch vorstellbar. Schließlich sah ihr Team in der vergangenen Saison bei der Niederlage gegen Ulm auch schon recht gut aus. Aber die Merlins in dieser Runde sind ein total anderes Team. Sie verteidigen immer wieder so intensiv, dass Ulm innerhalb der erlaubten 24 Sekunden keinen Spielzug abschließen kann. Nach knapp fünf Minuten erzielt Neuzugang Chubb, der körperlich sehr präsent ist, seine ersten Punkte. Zum Schluss werden es 15 sein. Ein hervorragender Einstand.

Aber was die Merlins ebenfalls auszeichnet, ist der Teamgedanke. Nach einem Fehlpass klatschen sie sich aufmunternd ab. Auch das 18:19 kurz vor Ende des Viertels ist kein Beinbruch. Trainer Enskat nimmt eine Auszeit und wird laut. Die Besucher in der Stierkampfarena stehen auf. Konrad Wysocki trifft anschließend mit dem Viertelende zum 20:19.

Ein Dreier von Brandon Johnson bringt das 25:21. Beim 29:25 läuft die La-Ola-Welle durch die Arena, sogar die Ulmer machen mit. Ely feiert nach fünf Minuten seine Premiere. Der Dreier zum 36:30 wird von den Zuschauern mit "das war spitze" honoriert. Aber Ulm bleibt dran. Raymar Morgen (elf Punkte) und Nationalspieler Per Günther (neun) ragen bei den Gästen heraus. Zur Pause steht es praktisch ausgeglichen 42:41.

Die kurze Zwei-Punkte-Führung der Gäste beantwortet Callahan mit einem Dreier zum 45:43. Chubb glänzt mit zwei Defensiv-Rebounds hintereinander. Das 48:46 eröffnet eine wahre Dreierserie der Merlins, die auf 62:53 davonziehen. Enskat nutzt konsequent seinen ausgeglichenen Kader, um der Starting Five immer wieder Minuten zum Durchschnaufen zu geben.

Ulm kommt aber durch unkonzentriert abgeschlossene Angriffe der Merlins auf 65:66 heran. Wysocki antwortet kurz darauf mit einem Dreier zum 71:68. Ab dem Zwischenstand von 77:72 fünf Minuten vor dem Ende stehen alle Besucher. Im abschließenden Freiwurf-Nervenspiel helfen den Merlins die Erfahrung von Wysocki und Chubb sowie das ruhige Händchen von Jordan Callahan. Dank der Freiwurfquote von 23 Punkten bei 24 Versuchen ist der erste Sieg gegen Ulm seit mehr als zehn Jahren nicht mehr in Gefahr. Im Beifallorkan der Zuschauer zeigen die Merlins dann wieder ihr Freudenzeichen: Sie telefonieren.

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Tabelle

  1. ALBA BERLIN00
  2. MHP RIESEN Ludwigsburg00
  3. EWE Baskets Oldenburg00
  4. ratiopharm ulm00
  5. FC Bayern München00
  6. Brose Bamberg00
  7. BG Göttingen00
  8. FRAPORT SKYLINERS00
  9. RASTA Vechta00
  10.   HAKRO Merlins Crailsheim00  
  11. s.Oliver Würzburg00
  12. Basketball Löwen Braunschweig00
  13. medi bayreuth00
  14. JobStairs GIESSEN 46ers00
  15. Telekom Baskets Bonn00
  16. SYNTAINICS MBC00
  17. Hamburg Towers00
  18. NINERS Chemnitz00