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Er war wohl der Mann des vergangenen Wochenendes. Ben Madgen erlebte binnen 24 Stunden so viel Schönes, dass es schwer sein wird, einen besseren Tag in diesem Jahr zu erleben. Nach der unproblematischen Geburt seines zweiten Kindes, reiste der Australier extra zum Auswärtsspiel in Frankfurt an und trug maßgeblich zum ersten Bundesligasieg, seit längerer Zeit, bei. (Foto: Instagram: imadgen01))

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Crailsheim, 11.01.2019. Letzte Woche Freitag, einen Tag vor dem Spiel gegen die FRAPORT SKYLINERS, trafen die Verantwortlichen der HAKRO Merlins Crailsheim den Entschluss: „Wir müssen schon heute anreisen!“, denn starker Schneefall wurde gemeldet und man wollte auf keinen Fall ein Risiko eingehen. Schnell wurde ein Hotel in Frankfurt gesucht, dass genug Zimmer für ein Basketballteam plus Trainer, sportlichen Leiter und einem Teambetreuer hat. Nachdem eine geeignete Unterkunft gefunden war, wurden das Team informiert. Die Abfahrtzeit des Teambus wurde durchgegeben und schon war alles fertig geplant.

Doch ein Problem gab es noch. Shooting Guard Ben Madgen wollte die Geburt seines zweiten Kindes nicht verpassen. Seine Frau war bereits im Krankenhaus in Schwäbisch Hall untergebracht und das Baby sollte irgendwann um Mitternacht zur Welt kommen. Trainer Tuomas Iisalo legte dem Australier keiner Steine in den Weg und erlaubte ihm der Geburt beizuwohnen. „Die Familie geht vor“ sagte der finnische Trainer, der selbst Vater von drei Kindern ist. Nun bestand die Frage, was solle man mit dem Australier machen? Im so wichtigen Spiel gegen die SKYLINERS auf ihn zu verzichten war keine Option, weder für den Coach, noch für Madgen selbst. Eine Möglichkeit gab es jedoch, denn ein kleiner Bus mit Mitarbeitern sollte am nächsten Morgen nach Frankfurt fahren und es war noch Platz im Fahrzeug. Nun stand nichts mehr im Weg. Am Abend fuhr der Mannschaftbus Richtung Hessen und Ben Madgen stand seiner Frau bei der Geburt bei. Um 23:39 war es so weit, seine Frau Bria brachte den gesunden Mack River Madgen zur Welt. 3720 Gramm wog der Kleine bei der Geburt und 54 Zentimeter war er groß. Bis nach zwei Uhr nachts blieb der frischgewordene Vater im Krankenhaus und genoss die ersten Stunden mit seinem zweiten Sohn und seiner Gattin. Dann jedoch entschied sich der Australier dazu, nach Hause zu gehen, um zumindest ein paar Stunden Schlaf zu bekommen, denn am Abend sollte und wollte er spielen.

Bereits in den frühen Morgenstunden fand sich der 33-jährige wieder in Schwäbisch Hall ein, um vor der Abfahrt nach Frankfurt, seiner Frau Gesellschaft zu leisten. Um 12:45 Uhr klingelte sein Handy, denn seine Mitfahrgelegenheit fährt jetzt in Crailsheim los und man werde ihn am Krankenhaus abholen. Also begab sich Ben langsam zu Treffpunkt. Zusammen mit den Teambetreuern Hansi und Marianne, Co-Trainer Marko Stankovic, Pressesprecher Vincent Burger und Physio Jan Mader reiste er dann nach Hessen. Die Fahrtzeit nutzte er auch, um noch ein bisschen zu schlafen. Da das befürchtete Schneechaos glücklicherweise nicht stattfand, kam auch der Bus mit den Nachreisenden frühzeitig am Teamhotel an. Dort angekommen holte sich Madgen erstmal die Glückwünsche der Teamkollegen und Trainer ab. Alle gratulierten ihm zur Geburt, machten sich aber Sorgen, ob er denn genügend Schlaf bekommen habe, was Ben aber später eindrucksvoll wiederlegen konnte.

Um 15:50 fuhren dann alle gemeinsam zur FRAPORT Arena und kamen dort knapp zehn Minuten später an. Dann war, zum ersten Mal an diesem Tag, für Ben Madgen alles Routine. Er machte sich ganz normal warm und bereitete sich auf das Spiel vor. Um 18:00 Uhr startete die Partie und Ben Madgen spielte eine seiner besten Partien im Dress der HAKRO Merlins. Mit 22 Punkten trug der Australier maßgeblich zum wichtigen 77:91-Sieg bei. Nach der Schlusssirene stand der 33-jährige überglücklich zum Interview vor der TV Kamera, im Wissen, dass die lange Durststrecke der Crailsheimer erstmal beendet ist und mit der Sicherheit, dass er bald zurück bei seiner Frau und seinem Baby sein wird. Während seine Teamkollegen im Teambus den befreienden Sieg feierten, saß Madgen im Minibus, mit dem er gekommen war, um gegen Mitternacht wieder bei seiner Familie sein zu können.

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Tabelle

  1. FC Bayern München30
  2. EWE Baskets Oldenburg24
  3. ALBA BERLIN22
  4. RASTA Vechta22
  5. Brose Bamberg20
  6. MHP RIESEN Ludwigsburg18
  7. medi bayreuth18
  8. Basketball Löwen Braunschweig18
  9. ratiopharm ulm14
  10. Telekom Baskets Bonn14
  11. GIESSEN 46ers14
  12. BG Göttingen12
  13. s.Oliver Würzburg10
  14. FRAPORT SKYLINERS10
  15. Science City Jena06
  16. Mitteldeutscher BC06
  17.   HAKRO Merlins Crailsheim06  
  18. Eisbären Bremerhaven06