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Am 10. Spieltag reisten die HAKRO Merlins Crailsheim zum bislang ungeschlagenen Tabellenführer und Titelverteidiger der easyCredit Basketball Bundesliga FC Bayern München. Nachdem sich Merlins-Guard Jeremy Morgan im Spiel gegen Vechta eine Verletzung am Sprunggelenk zuzog und nun wochenlang pausieren muss, kam gegen die Bayern Forward Fabian Bleck nach muskulären Problemen wieder zurück auf das Parkett. Nach zu vielen Fehlern und einem 35:45 Halbzeitstand, kämpften sich die Crailsheimer im dritten Viertel zwischenzeitlich auf einen Punkt heran. Im letzten Spielabschnitt schalteten die Münchner dann wieder einen Gang hoch und gewannen mit 82:63.

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Foto: Rauchensteiner

München, 01.12.2019. Die Crailsheimer sind weiterhin das Überraschungsteam der Bundesliga. Nach den fünf Auftaktsiegen folgten zwar zwei Dämpfer gegen Oldenburg und Ludwigsburg, jedoch fand das Team von Headcoach Tuomas Iisalo durch einen Erfolg gegen Vechta in der Vorwoche wieder zurück in die Erfolgsspur. Am ersten Advent stand dann aber die wohl größte Herausforderung im deutschen Basketball an. Die junge Mannschaft aus Baden-Württemberg musste zum ungeschlagenen Spitzenreiter FC Bayern München. Diese bestritten das dritte Spiel in einer Woche. In der Liga gewannen sie am Dienstag gegen Ulm, verloren am Freitag dagegen klar in der Euroleague in Istanbul bei Anadolu Efes.

Die Crailsheimer begannen wieder mit der Starting-Five aus der Vorwoche: Russell, Herrera, Hawkins, Ford und Jones. In den ersten beiden Spielminuten fanden die Gastgeber in Person des Ex-NBA-Stars Greg Monroe besser in die Partie. Der Center stellte mit 6 Punkten auf 8:3. Auf Seiten der Crailsheimer verkürzte Javontae Hawkins mit einem And-One auf 10:6. Anschließend mussten die Zauberer einen Run der Münchner hinnehmen, weil auch in der Offensive kein Ball in die Reuse wollte. Es folgten in den letzten Minuten des ersten Viertels viele Ballverluste auf beiden Seiten und es ging mit einem 13:20-Rückstand in den zweiten Spielabschnitt.

Das Tempo stieg im zweiten Viertel nun stark an. Auf beiden Seiten fielen schnell Punkte, die Gäste konnten den Abstand allerdings zunächst nicht verringern. Dann leisteten sich aber auch die sonst so ballsicheren Münchner einige Fehler und die Crailsheimer verkürzten nach einem Dreier von Quincy Ford auf nur noch vier Punkte. Dann waren es Nationalspieler Danilo Barthel der für die Gastgeber per Dreier und DeMarcus Nelson per Lay-Up, die wieder auf zehn Punkte (31:41) erhöhten. Bis zum Halbzeitpfiff ging es noch einmal hin und her, wobei sich die Zauberer nicht abschütteln ließen. Mit einem 35:45 ging es zum Seitenwechsel.

Die Hausherren fanden auch den besseren Start in die zweite Halbzeit. Monroe und Lo fanden die Antwort auf Fords Dreier, sodass der finnische Merlins-Coach Iisalo zügig eine Auszeit nahm (38:51). Die Crailsheimer fanden immer wieder Aaron Jones unter dem Korb und Quincy Ford frei an der Dreierlinie, sodass sie auf zwischenzeitlich sechs Punkte verkürzten konnten. Spielmacher DeWayne Russell musste früh wieder auf der Bank platznehmen, da er bereits vier Fouls auf dem Konto hatte. Javontae Hawkins war es, der mit zwei Freiwürfen auf 52:55 stellte. Die Crailsheimer standen nun auch in der Defensive deutlich stabiler und brachten die Münchner zum Nachdenken. Das dritte Viertel endete mit 53:57.

Zwar knabberten Hawkins und Jones mit erfolgreichen Freiwürfen weiter am Rückstand, aber Bayern konterte durch Nelson und Lucic (56:64). Nach mehreren Minuten ohne Korberfolge auf beiden Seiten, zog Merlins-Kapitän Sebastian Herrera zum Korb und versenkte. Bayern-Trainer Radonjic gefiel das gar nicht und nahm fünf Minuten vor Ende eine Auszeit. Anschließend zog der Favorit das Tempo an und traf hochprozentig, wobei bei den Gästen in der Offensive nichts mehr fallen wollte. Dreieinhalb Minuten vor Schluss stand es 58:70. Die Merlins fanden nicht mehr zurück zu ihrem Spiel und die Münchner bauten in den letzten Minuten den Vorsprung zum Endstand 63:82 aus.

 

Stimme zum Spiel:

Tuomas Iisalo: „Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an Bayern. Wir haben drei Viertel richtig gut mitgespielt – und waren sogar zwischendurch bis auf einen Punkt dran. Das letzte Viertel war dann natürlich ausschlaggebend für die Niederlage. Wir müssen das genau analysieren woran es gelegen hat.“

Punkteverteilung

Russell (2 Reb/ 9 Ass), Špan (3 Pkt/1 Reb/1 Stl), Herrera (8 Pkt/1 Reb/2 Ass), Bleck (6 Pkt/2 Ass), Ford (19 Pkt/6 Reb), Kovacevic, Hawkins (14 Pkt/3 Reb), Jones (13 Pkt/5 Reb/2 Ass), Urbansky (DNP), Carpenter (DNP).

Viertelergebnisse: 20:13 | 25:22 | 12:18 | 25:10

Teamvergleich  

 

FC Bayern München

HAKRO Merlins

Rebounds

28

22

Assists

20

16

Turnover

14

17

Wurfquoten

Field Goals

60% (33/55)

40% (19:47)

Dreier

36% (5/14)

28% (8:29)

Freiwürfe

85% (11/13)

81% (17/21)

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Tabelle

  1. FC Bayern München22
  2. MHP RIESEN Ludwigsburg18
  3. ALBA BERLIN16
  4. Brose Bamberg14
  5.   HAKRO Merlins Crailsheim12  
  6. EWE Baskets Oldenburg12
  7. RASTA Vechta12
  8. s.Oliver Würzburg12
  9. ratiopharm ulm10
  10. Basketball Löwen Braunschweig08
  11. medi bayreuth08
  12. JobStairs GIESSEN 46ers08
  13. FRAPORT SKYLINERS08
  14. Telekom Baskets Bonn04
  15. BG Göttingen04
  16. Hamburg Towers04
  17. SYNTAINICS MBC04